Kreisliga 1 Aufstiegskracher und Abstiegskrimi am 18. Spieltagt
Rosenheim/Mühldorf – Zwei Begegnungen rücken am 18. Spieltag in der Fußball-Kreisliga 1 besonders in den Fokus. Am Samstagnachmittag stehen sich zwei vom Abstieg bedrohte Mannschaften im direkten Duell gegenüber. Das andere Extrem folgt am Sonntag, wenn das Gipfeltreffen im Emmeringer Pfarrbachstadion steigt.
Eröffnet wird das Kreisliga-Wochenende am heutigen Freitagabend in Westerndorf. Der Tabellenvierte verlor seit der Winterpause kein Match – und das soll auch um 20 Uhr gegen den SV Schloßberg-Stephanskirchen so bleiben. Die Gäste hingegen mussten sich am vergangenen Wochenende erstmals in diesem Jahr geschlagen geben: 0:1 unterlag der Sechstplatzierte dem Primus aus Rosenheim.
Punktgleich belegen der TuS Prien und der TSV Brannenburg die Abstiegs-Relegationsplätze. Am Samstagnachmittag treffen die Kontrahenten um 16 Uhr in Prien aufeinander. Beide Teams holten aus den bisher drei Partien vier Zähler, darunter jeweils ein Sieg über den TSV Buchbach II. Die Regionalliga-Reserve bekleidet seit einer Woche den letzten Platz. Am Samstag geht es für die Rothosen gegen ein Team, das ebenfalls um den Klassenerhalt kämpft. Zu Gast in der SMR-Arena ist der Tabellenzehnte TuS Bad Aibling um 14 Uhr.
Zur gleichen Zeit empfängt der SV Söchtenau-Krottenmühl den SV Ostermünchen. Die Schwarz-Gelben kamen mit zwei Siegen am Stück erfolgreich aus den Startlöchern, am vergangenen Wochenende hatte die Böhm-Elf aufgrund der Spielabsage frei. Der SVO holte aus drei Partien erst einen Zähler, zeigte allerdings am letzten Freitag, dass er es mit den Top-Teams der Liga aufnehmen kann: Beim 2:2 gegen Emmering waren die Ostermünchener weitgehend die bessere Mannschaft.
Für den Tabellenzweiten war der späte Ausgleich bitter, da der Abstand zum Sportbund Rosenheim auf drei Punkte wuchs. Daher ist es für die Truppe von Elvis Nurikic umso wichtiger, das Spitzenspiel am Sonntag um 14 Uhr gegen den Ligaprimus nicht zu verlieren. Doch der SBR befindet sich in bester Verfassung: sieben Dreier in Serie, kein Gegentor nach der Winterpause, unbesiegt seit Oktober. Zeitgleich erwartet der Verfolger, die SG Reichertsheim-Ramsau/Gars, den ASV Großholzhausen. Während der Absteiger zu den Aufstiegsrängen aufschließen möchte, können die Gäste mit drei Punkten den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.
Der SV Tattenhausen steht nach den knappen Niederlagen gegen Emmering und den Sportbund sowie der Spielabsage im Jahr 2025 noch ohne Zähler da. Die nächste Chance auf Punkte bietet sich dem Kreisliga-Neuling am Sonntag um 15 Uhr in Grünthal. Beim Tabellensiebten verlief der Start ins Frühjahr sehr holprig: Aus drei Duellen mit Teams aus der unteren Tabellenhälfte resultierte nur ein einzelner Punkt.les
Ein Derby, das von Taktik und Überraschung gleichermaßen geprägt war: Während die Gebrüder Jahic mit einer perfekt abgestimmten Ecke aufwarteten, entschied ein kurioses Eigentor das hitzige Kreisliga-Spiel zwischen Schloßberg und Sportbund Rosenheim. Doch war es wirklich ein Zufall oder Teil eines cleveren Plans?
von Benedict Schweiger
Bei Regen und niedrigen Temperaturen – Bedingungen, die an diesem Wochenende bereits zahlreiche Spielabsagen in der Region verursacht hatten – pfiff Schiedsrichter Timon Knorr die Partie pünktlich um 14 Uhr an. Die Gastgeber starteten stark. Schon nach 15 Minuten die Riesenchance: Thomas Ofenmacher vom SBR wollte einen Rückpass spielen, verschätzte sich aber. Schloßbergs Elias Krüger stand plötzlich frei vor dem Tor – doch er konnte die Gelegenheit nicht nutzen. Dieser Schreckmoment weckte die Gäste auf. Ab jetzt drehte der Sportbund auf, vor allem bei Standards wurde es brandgefährlich. Besonders auffällig: der 32-jährige Omer Jahic, dessen präzise Hereingaben immer wieder für Unruhe sorgten. Fünf Minuten vor der Pause dann kollektives Aufstöhnen unter den knapp 100 Zuschauern: Nach einer Ecke kam Sanel Sehric völlig frei zum Kopfball und setzte das Ding unhaltbar ins lange Eck – doch ein Schloßberger Verteidiger kratzte den Ball in letzter Sekunde von der Linie.
Kurz vor der Halbzeit fiel das Tor dann doch. Wieder ein Eckball von Omer Jahic. Sein Bruder Fikret lauerte am zweiten Pfosten, köpfte den Ball aufs Tor – und traf unglücklich das Gesicht von Schloßberg-Kapitän Markus Zwigl. Von dort prallte der Ball ins Netz. Ein Eigentor! 0:1 zur Pause. „Die Ecke war so von uns abgesprochen“, gibt der 21-jährige Fikret im Anschluss zu verstehen und lobt seinen älteren Bruder noch in den höchsten Tönen: „Das ist brutal schön. Wir wissen alle, was er für ein Kicker ist. Wenn du dann mit so einem Spieler im Rücken spielst, der dich mit den Bällen füttert, ist das einfach richtig geil.“ Zwigl, der Unglücksrabe der Gastgeber, war dagegen mehr als enttäuscht über den Treffer des Tages: „Wie das Tor dann fällt, ist schon bitter, weil es ein Standard ist. Am Ende bin ich dann dran und es ist ein Eigentor. Die Entstehung des Tores ist auch bitter. Als wir den Ball klären wollen, steht der Gegner klar im Abseits und geht zum Ball, dann gibt es die Ecke gar nicht. Das ist aber nicht ausschlaggebend. Wir müssen die Ecke dann auch besser verteidigen.“
Nach dem Seitenwechsel lieferten sich beide Teams ein intensives Duell, echte Großchancen blieben zunächst aber aus. Erst nach einer Stunde wurde es wieder gefährlich: Die Rosenheimer verloren den Ball in der eigenen Hälfte, Jonas Wieber versuchte es aus 20 Metern mit einem Lupfer – doch der Ball segelte knapp über die Latte. Die zurückliegenden Gastgeber warfen in den letzten 20 Minuten nochmal alles nach vorne, doch der ein wenig überfällige Ausgleich wollte nicht fallen. Stattdessen musste Schloßberg kurz vor Schluss sogar noch zittern: Ein Freistoß von Carlos Kurzer knallte wuchtig an die Latte. Durch das offensive Pressing der Heimelf taten sich in den letzten Minuten große Lücken für die Gäste auf. Der schnelle Sehric flankte den Ball in die Mitte auf den nach vorne gerückten Omer Jahic, der seine hervorragende Leistung jedoch nicht mit einem Tor krönen konnte.
Am Ende blieb es beim 0:1 – der Sportbund Rosenheim sicherte sich die nächsten drei Punkte. Für den Tabellenführer war dieses Spiel die optimale Vorbereitung für das Spitzenspiel gegen den TSV Emmering am kommenden Spieltag, bei denen zuletzt eine wichtige Personalentscheidung getroffen wurde. Schloßberg dagegen steht trotz einer starken Leistung mit leeren Händen da. „Es war ein ziemlich hitziges Spiel von beiden Seiten. Es war klar, dass es eine enge Partie wird. Im Grunde glaube ich, dass ein Unentschieden der leistungsgerechte Ausgang gewesen wäre. Am Ende haben wir kein Tor geschossen und die anderen schon. Wenn du in der ersten Halbzeit eins oder zwei machst, dann spielen wir Unentschieden oder gewinnen es. Unterm Strich war es bitter, dass wir nichts mitgenommen haben, weil ich glaube, dass wir nicht die schlechtere Mannschaft waren“, reflektiert der Mittelfeldmotor Zwigl, der in der vergangenen Saison zum Füllkrug der Kreisliga 1 wurde.
Zu den Saisonzielen der Grün-Weißen meinte der 32-Jährige nur: „Wir wissen, wo wir herkommen. Wir haben die letzten zwei Jahre bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt gekämpft. Wir wollen einfach eine solide Runde spielen. Ich glaube, dass sich jeder Gegner strecken muss, wenn er punkten will. Solange wir nicht sicher durch sind, gibt es keine Ziele als den Klassenerhalt.“ Omer Jahic, der maßgeblich am Sieg beteiligt war, stand beinschuss.de nach Spielende ebenfalls Rede und Antwort: „Wir wussten vor der Partie, dass es kein einfaches Spiel wird. Gott sei Dank haben wir gewonnen und wir müssen weiter so hungrig bleiben. Der Aufstieg ist ganz klar das Ziel. Besonders, wenn es so gut läuft, reden alle vom Aufstieg. Hoffentlich schaffen wir es.“ Der Magier vom Sportbund Rosenheim wird immer wieder als der beste Spieler der Kreisliga 1 gehandelt. Auf die Frage, wie ihm das gefällt, antwortete er stolz: „Wenn andere das sagen, bedeutet das für mich viel. Ich schaue, dass ich bei jedem Spiel 100 Prozent gebe. Aber das ist schon schön.“ (sb)
Auch an diesem Wochenende bekamen die zahlreichen Zuschauer auf den regionalen Fußballplätzen wieder einiges geboten, denn es stand für die meisten Teams von der Kreisliga bis zur A-Klasse der 16. Spieltag auf dem Programm. Dabei kam es zu einigen spektakulären Highlights.
Kreis Inn/Salzach
– Auch am vergangenen Wochenende rollte auf den Fußballplätzen in der Region wieder der Ball, denn es stand für die meisten Mannschaften der 16. Spieltag an. Dabei bekamen die zahlreichen Zuschauer der beiden Kreisligen bis zu den A-Klassen wieder einmal einige Highlights und vor allem viele Tore geboten.
Der 16. Spieltag war in der Kreisliga 1 für die Teams aus der unteren Tabellenhälfte ein bitterer Spieltag. Die untersten fünf Mannschaften der Tabelle mussten sich alle ihren Gegnern geschlagen geben und doch war es jedes Mal knapp. Alle Teams unterlagen nur mit einem Tor Rückstand, der TuS Prien, der TSV Brannenburg, der TSV Buchbach II und der ASV Großholzhausen jeweils mit 0:1, der SV Tattenhausen mit 1:2.
Überhaupt war das einzige Team, dass es an diesem Wochenende in der ersten Kreisligastaffel deutlich machte der Spitzenreiter SB DJK Rosenheim. Der Sportbund konnte sein Heimspiel gegen den SV Ostermünchen mit 3:0 für sich entscheiden. Alle drei Treffer fielen dabei in der ersten Halbzeit.
Manchmal setzt ein Trainerwechsel in einer Mannschaft ungekannte Stärken und eine „Jetzt erst recht“-Mentalität frei. So war es an diesem Wochenende auch beim SV Mehring. Unter der Woche hatte Trainer Dominik Messerer nach nicht einmal einer Saison seinen Rücktritt erklärt, nun fegte der SV im Abstiegskracher den VfL Waldkraiburg mit 5:0 vom Platz und sammelte so wichtige drei Zähler gegen einen direkten Konkurrenten.
Im Rennen um den Aufstieg gab es in dieser Staffel dagegen einen klaren Verlierer. Nach der 0:1-Pleite im Spitzenspiel gegen den TSV Teisendorf musste der SC Anger gleich drei Mannschaften vorbeiziehen lassen. Der Abstand auf den Relegationsrang beträgt nun drei Zähler. An der Spitze thront weiter der SV Aschau, der seine Partie mit gegen den SV Linde Tacherting knapp mit 1:0 für sich entscheiden konnte.
Eine Ligastufe weiter unten gab es hingegen einen Führungswechsel. Nach dem 1:1-Unentschieden gegen den TSV 1860 Rosenheim II musste der ASV Flintsbach dem ASV Au den Vortritt lassen. Beide Teams liegen punktgleich mit 30 Punkten vorne, der Vorsprung auf den ersten Verfolger NK Croatia Rosenheim beträgt aber nur einen Zähler. Wild wurde es dagegen in Bad Feilnbach und Kolbermoor. In Bad Feilnbach musste die Partie wegen eines Gewitters mit Hagel für einige Minuten unterbrochen werden. In Kolbermoor hagelte es dagegen Fouls. Insgesamt musste Schiedsrichter Sebastian Mayerhofer dreimal auf den Punkt zeigen, eine Zeitstrafe aussprechen und einen Platzverweis erteilen. Ein arbeitsreicher Samstag für den Schiedsrichter.
Während in der Kreisklasse 2 an der Tabellenspitze alles beim alten blieb, gab es auf der anderen Seite der Tabelle einen großen Gewinner. Der SV Vogtareuth setzte sich mit 4:0 gegen den TSV Schnaitsee durch, gab dadurch die rote Laterne an den SV Ramerberg ab und zog auch noch am TV Obing vorbei, der trotz des „Dampfhammers“ von Andreas Kochenburger gegen den TSV 1880 Wasserburg II mit 1:3 unterlag.
Entscheidung schienen den Mannschaften in der Kreisklasse 3 an diesem Wochenende schwer zu fallen. Gleich vier der sechs Partien endeten Unentschieden. Drei Punkte gab es nur für den TSV Heiligkreuz, der den FC Töging II mit 1:0 bezwang und den DJK SV Pleiskirchen, der einen überraschenden 4:1-Auswärtserfolg beim Tabellenzweiten, dem TSV Neumarkt St. Veit feiern durfte.
Fast schon langweilig geht es derweil in der Kreisklasse 4 zu. Alle vier Spitzenteams konnten ihre Spiele am Wochenende für sich entscheiden. Während Ruhpolding und Weildorf ihre Gegner deutlich mit 3:0 besiegten, mussten die SG Schönau (3:2 gegen Laufen) und der SV Kirchanschöring II (2:1 gegen Petting) etwas zittern. Damit bleibt auch in der Tabelle alles gleich. Ruhpolding führt die Liga mit drei Punkten vor Kirchanschöring II und Schönau an. Weildorf liegt drei Zähler hinter den ersten Verfolgern.
Deutlich wurde es dagegen in der A-Klasse 1 gleich zweimal. So fegte der TSV Hohenthann-Beyharting den TSV Emmering II am Freitag mit 7:0 vom Platz und zog damit wieder am TuS Großkarolinenfeld vorbei auf Rang zwei. Am Sonntag kam dann Iliria Rosenheim auf heimischem Rasen gegen den ASV Rott mit 1:6 unter die Räder.
Torreich ging es auch in der A-Klasse 2 zu. In den sechs Partien, die am Wochenende ausgetragen wurden, fielen insgesamt 27 Treffer, also im Schnitt 4,5 Tore pro Spiel. Da ist es schon fast ironisch, dass im Spitzenspiel der Staffel zwischen dem FV Oberaudorf und dem WSV Samerberg nur zwei Treffer zu bejubeln gab. Die Partie endete mit einem 1:1-Unentschieden.
Einen richtig schlechten Tag hatte auch der SV Schwindegg. Im Auswärtsspiel beim SV Forsting-Pfaffing bekam man gleich acht Hütten eingeschenkt. Besonders viel Zielwasser hatte bei den Hausherren wohl Jonas Traunsteiner intus. Er traf gleich viermal, darunter ein Hattrick innerhalb von sechs Minuten. Auch Johannes Pröbstl traf doppelt. Im Spitzenspiel gab es dagegen auch hier ein Remis. Maitenbeth und Oberndorf trennten sich mit 1:1.
In der A-Klasse 4 gibt es derweil einen neuen Aufstiegsaspiranten. Durch den eigenen Sieg gegen die SG Zangberg I/ Ampfing II und die gleichzeitige Niederlage des TuS Mettenheim im Top-Spiel gegen den TV Altötting kletterte der SV Weidenbach auf den Aufstiegsrelegationsrang. Der TSV Polling musste dabei zum zweiten Mal in Folge untätig zusehen. Nachdem die Partie in der letzten Woche abgesagt wurde, hatte der TSV nun regulär spielfrei.
Zwei richtige Klatschen und eine Überraschung gab es in der A-Klasse 5 zu bestaunen. Der SV Taching am See kam auf heimischem Geläuf gegen den SV Oberfeldkirchen mit 0:7 unter die Räder. Der TSV Tengling konnte seine Auswärtspartie hoch gewinnen, gegen den TSV Traunwalchen setzte man sich mit 5:1 durch. Etwas überraschend unterlag am Sonntag der Spitzenreiter TSV Tittmoning beim TuS Alztal Garching und verlor so die Tabellenführung an die DJK Kammer, die sich ihrerseits mit 3:1 gegen den TuS Traunreut II durchsetzen konnte.
Remis in Spitzenspielen schienen an diesem Wochenende in Mode gewesen zu sein. Denn in der A-Klasse 6 gab es ein Remis zwischen dem WSV Bayerisch Gmain und der SG Chieming/Grabenstätt. Die Partie endete mit 2:2. Einen extrem wichtigen Sieg sicherte sich dagegen der FC Reit im Winkl, der sich durch den 1:0-Auswärtserfolg beim SV Saaldorf II drei wichtige Zähler im Abstiegskampf schnappen konnte. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt jedoch trotzdem noch sechs Zähler. (tb)
Zum ersten Mal in diesem Jahr bekamen die zahlreichen Zuschauer auf den regionalen Fußballplätzen wieder einiges geboten, denn es stand für die meisten Teams von der Kreisliga bis zur A-Klasse der 15. und erste Spieltag nach der Winterpause auf dem Programm. Dabei kam es zu einigen spektakulären Highlights.
Kreis Inn/Salzach – Auch am vergangenen Wochenende rollte auf den Fußballplätzen in der Region wieder der Ball, denn es stand für die meisten Mannschaften der 15. Spieltag an. Dabei bekamen die zahlreichen Zuschauer der beiden Kreisligen bis zu den A-Klassen wieder einmal einige Highlights und vor allem viele Tore geboten.
So hatte man sich beim ASV Großholzhausen den Auftakt in die Frühjahresrunde sicher nicht vorgestellt. Im Heimspiel gegen den TSV Emmering lag das Team von Trainer Franz Riepertinger bereits nach 39 Minuten mit 0:5 zurück. Vor allem Christof Kirchlechner kam brandheiß aus der Winterpause und schenkte dem ASV gleich drei Buden ein. Damit bleibt Emmering als zweiter weiter im Meisterschaftsrennen. Der Rückstand auf den Sportbund Rosenheim beträgt nur einen Punkt.
Und auch im Abstiegskampf waren Big Points zu vergeben und diese sicherte sich der TuS Prien. Gegen die Zweitvertretung des TSV Buchbach setzte man sich deutlich mit 3:0 durch. Alle drei Tore fielen dabei bereits in den ersten 45 Minuten. Der TuS zieht dadurch wieder am direkten Tabellennachbarn vorbei auf Rang 12 und ist punktgleich mit dem TuS Bad Aibling, der den ersten Nichtabstiegsplatz belegt.
In der Kreisliga 2 haben wir bereits den 18. Spieltag und hier gab es ebenfalls ein Topspiel zu bestaunen. Der souveräne Tabellenführer SV Aschau empfing den viertplatzierten SV Tüßling und musste dort Federn lassen. Durch einen Doppelpack von Nico Kastenhuber in der zweiten Hälfte setzte sich der SV mit 3:1 durch und rückte zusammen mit dem SC Anger auf fünf Zähler an Aschau heran, die jedoch noch ein Spiel weniger auf dem Konto haben.
Wichtige Punkte im Abstiegskampf konnte der TSV Bad Reichenhall ergattern. Gegen den direkten Konkurrenten SV Linde Tacherting gewann der TSV durch einen Blitzstart in der zweiten Hälfte knapp mit 1:0. Reichenhall geht so am SV Mehring vorbei, der sich zeitgleich dem TSV Waging am See geschlagen geben musste.
Mit einem Schützenfest ist der Spitzenreiter ASV Flintsbach in die Frühjahresrunde gestartet. Der Leidtragende war der SV-DJK Kolbermoor, der mit 0:7 nach Hause geschickt wurde. Sebastian Schmid und Marcello Alibrandi trafen jeweils doppelt. Der Meisterschaftskampf in der Kreisklasse 1 bleibt jedoch extrem spannend. Die ersten sechs Teams befinden sich alle innerhalb von drei Punkten.
„Fußballerischer Magerkost“ und einen hellseherische Fähigkeiten gab es in der Kreisklasse 2 zu bestaunen. Das Kellerduell zwischen dem SV Ramerberg und dem SV Vogtareuth lieferte genau das, was es versprach, nämlich Abstiegskampf pur. Das sah auch der Tickerer der Partie so. Ramerberg sicherte sich den Sieg und gab die rote Laterne an den Gegner ab. Eine Vorahnung der anderen Art hatte der Tickerer der Partie zwischen Amerang und Seeon-Seebruck. Er prophezeite einen Platzverweis und sein „Riecher sollte Recht behalten“, den Haris Covic bekam in der Schlussminute der Partie eine Zeitstrafe aufgebrummt. Seeon-Seebruck sicherte sich am Ende den 3:2-Auswärtssieg.
In der Kreisklasse 3 war die zwei die Zahl des Spieltags. Sie kam in jedem Endergebnis dieses Wochenendes vor. Mit einem 2:0-Sieg über den TSV Heiligkreuz kletterte zum Beispiel der SV Oberbergkirchen an die Spitze der Staffel. Sie profitierten dabei von der 0:2-Niederlage des TSV Neumarkt-St.Veit gegen den SVG Burgkirchen, der sich seinerseits drei wichtige Punkte im Abstiegskampf sichern konnte.
Es war anscheinend das Wochenende der Spitzenduelle, denn auch in der Kreisklasse 4 konnte man ein solches vorfinden. Die SG Schönau zeigte dabei dem Spitzenreiter aus Ruhpolding ordentlich die Grenzen auf und gewann durch drei Treffer in Halbzeit zwei am Ende mit 4:1. Damit verkürzt Schönau den Rückstand auf den Tabellenführer auf drei Punkte. Von dem Schönau-Sieg profitierte auch der SV Kirchanschöring II, der nach seinem Sieg gegen die SG Inzell/Weißbach ebenfalls drei Zähler Rückstand auf die Spitze hat.
Während die erste Mannschaft den ASV Großholzhausen vom Platz fegte, musste die Zweitvertretung des TSV Emmering ordentlich einstecken. Gegen den TuS Großkarolinenfeld unterlag man mit 0:5. Der TuS bleibt damit bis auf einen Punkt am Spitzenreiter der A-Klasse 1, dem SV Bruckmühl II dran. Punktgleich auf dem dritten Rang rangiert der TSV Hohenthann-Beyharting, der seine Partie gegen den SV DJK Heufeld mit 1:0 gewann.
Während der Abstiegskampf in der A-Klasse 2 schon fast entschieden scheint, herrscht an der Tabellenspitze zumindest noch etwas Spannung, auch wenn der FV Oberaudorf durch seinen 4:1-Sieg beim ASV Happing momentan vier Punkte Vorsprung auf den WSV Samerberg hat. Die Partie der Samerberger wurde jedoch auf Anfang April verschoben. Am Ende der Tabelle liegen punktgleich mit fünf Punkten der an diesem Wochenende spielfreie SV Schonstett und der TSV Brannenburg II. Der Abstand auf das rettende Ufer beträgt bereits zehn Punkte.
In der A-Klasse 3 zeichnet sich dagegen ein Vierkampf an der Spitze ab. Der FC Maitenbeth bleibt nach dem 1:0 in Edling mit zwei Punkten vor der SGRRG II, die ihrerseits mit 2:1 in Schwindegg gewann. Dahinter folgen mit je drei Punkten Rückstand auf die Spitze der DJK SV Oberndorf und der SC Rechtmehring, die ebenfalls ihre Partien gegen Albaching und Waldhausen gewannen. In der nächsten Woche kommt es dann zum Duell zwischen Maitenbeth und Oberndorf.
Eine Staffel weiter gab es derweil eine Klatsche für den Tabellenführer. Der TV Altötting musste sich mit 1:4 der SG Zangberg I/Ampfing II geschlagen geben. Die Konkurrenz konnte den Patzer jedoch nicht nutzen. Die Partie des TSV Polling wurde abgesagt, der TuS Mettenheim unterlag dem SV DJK Emmerting mit 3:5. Der Abstand bleibt also bei vier Punkten.
Den wohl eindeutigsten Zweikampf um die Meisterschaft gibt es in der Region in der A-Klasse 5 zu bestaunen. Der TSV Tittmoning und die DJK Kammer sprinten vorne weg. Der Abstand auf die drittplatzierte SG Altenmark/Stein beträgt bereits zwölf bzw. zehn Punkte. Dass beide Mannschaften nicht mehr punktgleich sind, liegt an dem Patzer der DJK Kammer, die beim TSV Traunwalchen nicht über ein 2:2 hinauskam, während der TSV Tittmoning sein Heimspiel gegen den SV Linde Tacherting II mit 4:1 gewann.
In der letzten der A-Klasse-Staffeln machte es der Spitzenreiter sogar noch deutlicher. Der FC Bischofswiesen schoss den FC Reit im Winkl mit 6:0 vom eigenen Platz. Dahinter kam es jedoch zum Positionswechsel zwischen dem ESV Freilassing II, der seine Partie mit 3:0 gewann und der SG Übersee/Grassau, die spielfrei hatte. Bischofswiesen führt mit drei Punkten vor Freilassing die Liga an.
Kommen wir am Ende noch zum Wetter. Dass dieses in Deutschlands Süden im März meist noch nicht optimal für Fußballspiele geeignet ist, weiß wahrscheinlich jeder. Und wer da nicht grade einen Kunstrasenplatz zur Verfügung hat, schaut oft in die Röhre. Das Wetter sorgte also auch an diesem Wochenende bei den Spielplänen der Vereine für einige Veränderungen. So gut wie in jeder Staffel musste eine Partie wegen eines unbespielbaren Platzes abgesagt werden. Englische Wochen werden wir in dieser Frühjahresrunde also noch häufiger erleben.