Emmering – „Ich hab‘ gewusst, dass das ein dreckiges Spiel werden würde.“ Womit Emmerings Coach Elvis Nurikic nicht den Nieselregen meinte. „Ein Derby eben“, mehr als 300 Zuschauer, und „eine erste Viertelstunde, in der wir nicht auf dem Platz waren.“ Es drohte noch ekliger zu werden, da der SV Tattenhausen in Führung ging (12.). Ein Treffer mit Hallo-Wach-Effekt. „Endlich haben wir die Zweikämpfe angenommen“, freute sich Nurikic.
Die Belohnung folgte mit dem 1:1, als Marinus Riedl der Ausgleich gelang (20.). Es blieb eine umkämpfte Partie, in der auch die Gäste Chancen zum Sieg hatten. Doch Pfosten und Latte standen dem SV im Weg. Kurz nach dem Seitenwechsel dann eine Szene, die die Gemüter kurzzeitig noch mehr erhitzte. Ein Emmeringer ging im SV-Strafraum zu Boden, Schiri Benedict Oshowski pfiff Strafstoß. „Der eine gibt ihn, ein anderer vielleicht nicht“, so die Wertung des Emmeringer Trainers. Seinem Kapitän Simon Wimmer war’s egal, er wuchtete den Elfer zum 2:1-Endstand in die Maschen.
Zwar haderten die SV-Anhänger ob der Schiri-Entscheidung, doch sie durften froh sein, dass es kurze Zeit später nicht einen weiteren Strafstoß für den TSV gab. So war Emmerings Derby-Sieg verdient, und Nurikic jubelte: „Solche Spiele muss man gewinnen. Dass es in einem Derby gelingt, ist umso schöner. Wir bleiben also an Rosenheim dran.“ Zudem positiv aus seiner Sicht: „Wir haben gesehen, dass wir auch ein Spiel drehen können. Vielleicht wird das ja noch einmal wichtig in der Saison.“ Vielleicht schon Freitag, wenn die Grün-Weißen die kürzeste Auswärtsfahrt antreten. Um 19.30 Uhr wartet Ostermünchen auf den Tabellenzweiten.
Emmering: Kleinguetl, Chris. Niedermaier, Beil, Gressierer, G. Hanslmayer, Wimmer, Oeckl,
Mi. Niedermaier, Leykam, Marinus Riedl, Chris. Kirchlechner – Tuscher, Breu, Brandl, Josef Niedermaier, Spötzl, Schuetze.